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Donnerstag, 5. Juni 2008

Die Ziele der Moscheebetreiber

Immer wieder hören wir die gleiche Leier: Islam ist Frieden bzw. Islam und Islamismus haben miteinander nichts zu tun. Der Kölner Stadtanzeiger beweist, daß dem nicht so ist: er zitiert die Website der staatlichen (!!!!, einst waren Staat und Religion in der Türkei getrennt) türkischen Religionsbehörde Diyanet.
Zur Erinnerung: Organisationen wie DITIB in Deutschland und bzw. ATIB in Österreich, die in der Regel Moscheen in diesen Ländern betreiben, werden direkt von Diyanet und damit dem türkischen Staat unterstützt. Auf deutsch: Diyanet errichtet mittels türkischen Staatsgeldern unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit islamische Brückenköpfe in Europa.
Wegen ihrer Brisanz veröffentliche ich die Zitate in voller Länge, denn selbstverständlich sind sie - Taqiya läßt grüßen - schon wieder von der Diyanet-Website verschwunden:

Nacktes verboten: „Der Islam verbietet Darstellungen von Nacktheit und Unmoral. Er verbietet, dass sich Männer und Frauen, die nicht verheiratet oder ersten Grades verwandt sind, berühren. Er verbietet Distanzlosigkeit in der Beziehung zwischen Mann und Frau. Das macht der Islam, um Perversionen zu vermeiden, aber auch, um den Menschen ein ausgeglichenes Sexualleben zu bieten . . . Denn der Mensch ist nicht in der Lage, aufgrund seiner körperlichen Begierden mit Vernunft zu handeln . . .“

Mehr Prostitution:„In den vergangenen Jahrzehnten haben wir am Beispiel der westlichen Welt sehen können, dass die sexuelle Freiheit (...) Ursache für Perversität, unnatürliches sexuelles Verhalten und Krankheiten ist, derer man nicht mehr Herr wird. Auf der anderen Seite nimmt durch den Wandel der ökonomischen Verhältnisse auch das Fremdgehen zu. Ja, Fremdgehen wird immer einfacher, und die Prostitution nimmt zu . . .“

Steinigung: „Man kann sagen: Der größte Schutz vor der Ausbeutung sexueller Gefühle, vor falscher Freiheit und bedenklichen medialen Veröffentlichungen, die das anpreisen und dafür sorgen, dass der Mensch vom rechten Weg abkommt, ist der Islam . . . Der Koran sagt, Ehebruch ist grundfalsch, weil dieser dafür sorgt, dass Familien auseinanderbrechen und Verwandtschaftsbande reißen . . . Ehebruch ist eine Verhaltensweise, die den Menschen zum Sklaven der körperlichen Begierden macht. Der Koran sagt dazu auch: Der Prophet hat in seinen Ausführungen eine wichtige Unterscheidung getroffen. Diejenigen Ehebrecher, die nicht verheiratet sind, werden körperlich gezüchtigt und in die Verbannung geschickt. Die verheirateten Ehebrecher jedoch werden gesteinigt . . .“

Zungenehebruch: . . .„Deswegen müssen auch alle Wege, die zu Ehebruch führen, verhindert werden: Zum Beispiel dürfen Frauen und Männer, die nicht verwandt oder verheiratet sind, nicht zusammen sein und sich verabreden. Sie sollen auch nicht so schauen und reden, dass man dies für die Vorbereitung eines Ehebruchs halten könnte. Es gibt auch einen Augen- und Zungenehebruch . . .“

Wir sind besser: . . .„All das liegt daran, dass etliche Grundwerte verloren gegangen sind . . .: Und unter dem Deckmantel der persönlichen Freiheiten werden notwendige erzieherische Maßnahmen versäumt. Diese Beobachtungen gelten vor allem für die westlichen Gesellschaften, aber auch die muslimischen Gesellschaften werden dadurch beeinflusst und korrumpiert. Unsere Gesellschaften sind dennoch besser, weil die islamischen Regeln und die allgemeinen moralischen Kriterien die Herzen der Menschen eingenommen haben . . . Allerdings sollten wir uns alle darauf nicht ausruhen, und deswegen müssen wir Verbote aussprechen: Es reicht nicht aus, außerehelichen Geschlechtsverkehr zu verbieten; wir müssen alles bekämpfen, was hässlich und schlecht ist, sexuelle Offenheit beispielsweise . . .“

Der Dritte ist der Teufel: . . .„Frauen und Männer begehren einander. Deswegen dürfen sie, sofern sie nicht verheiratet oder verwandt sind, nicht zusammen sein. Alle Menschen sind sich in dieser Beziehung fremd. Wenn ein Mann und eine Frau alleine in einem Zimmer sind, ist der Dritte im Bunde der Teufel. Auch sollen Frauen nicht alleine reisen. Und sie müssen hinschauen, wie sie mit einem fremden Mann sprechen. Sie sollen alle Sinne kontrollieren, damit der andere sexuell nicht erregt wird. Frauen sollen ernsthaft und besonnen reden, und sie sollen sich schön zudecken, wenn sie vor die Türe gehen . . .“

Kein Stoff für Männer: . . .„Es ist auch verboten, dass sich Männer wie Frauen und Frauen wie Männer kleiden. Es gibt Farben und Stoffe, die Männer nicht zu tragen haben, und man soll auch aufpassen, dass man kleine Jungen nicht mit solchen Farben und Stoffen kleidet . . .“

Gegen Homosexualität: . . .

„Im Islam ist Homosexualität eine große Sünde. Analverkehr ist verboten, ebenso die Onanie. Wir mögen es nicht, wenn man sich mit der Hand befriedigt . . .“

Mittwoch, 28. Mai 2008

Parfüm und Deo unislamisch

Jeden Tag erscheinen verrücktere Meldungen über Angehörige einer angeblich bestens im 21. Jahrhundert verankerten Religionsgemeinschaft. So wie heute aus der Türkei: Obwohl der kinderliebe Prophet Mohammed seinen Anhängern befahl, ihre Frauen selbst bei größter Hitze unter dicken Gewändern zu verstecken, verbat er den Betroffenen, Deo und Parfüm gegen Körpergeruch zu verwenden - und das in weiser Voraussicht vor 1500 Jahren. Wer jetzt glaubt, daß dies eine saudi-arabische Interpretation sei, irrt gewaltig. In der "säkularen" Türkei verbreitet die staatliche (!!!) Religionsbehörde Diyanet diesen Unsinn, die Welt hat den passenden Vergleich gefunden:

Auf der Webseite des Religionsdirektorats war ein Benimm-Leitfaden erschienen, der für Frauen Ratschläge bereithielt, die sie genauso gut bei den Taliban bekommen könnten.


Im Detail sieht das so aus:

Außerhalb ihres Hauses, so heißt es da, sollten Frauen kein Parfüm, Deodorant oder sonstige wohlriechende Mittel benutzen, weil der Prophet Mohammed solches Verhalten als "unmoralisch" bezeichnet habe.


Auch die Jahrhunderte alte Definition des Wortes "Ehebruch" wird neu geregelt und sogar unterteilt:

Wer bislang meinte, Ehebruch sei Sex mit einem anderen als dem Ehepartner, der wurde eines Besseren belehrt: Ehebruch sei bereits ein unziemliches Wort, ein Blick, es gebe den "Ehebruch der Zunge, des Mundes, der Hand, des Fußes und des Auges."


Allerdings könnten die säkular-islamischen Sittenwächter in ihrer Dummheit ungewollt die EU-Mitgliedschaft der Türkei verhindern. Die Umsetzung dieser Maßnahme würde die Türkei wohl um ein halbes Jahrhundert zurückwerfen:

Frauen sollten daher außerhalb ihrer vier Wände jeglichen Kontakt mit fremden Männern vermeiden, und sich schon gar nicht in geschlossenen Räumen mit ihnen aufhalten – was Millionen türkische Frauen jeden Tag tun, wenn sie arbeiten gehen.


So nebenbei legitimiert die Behörde, die besonders von der AKP, also jener Partei, deren Verbot der österreichische Dhimmi-Präsident Heinz Fischer gefürchtet hatte, gefördert, auch den Ehrenmord:

Und das sei ein Problem, denn "Keuschheit und Ehre sind untrennbar" und es gebe "kein Mittel gegen befleckte Ehre." Ein besonders folgenschwerer Satz – "befleckte Ehre", oder was muslimische Männer zuweilen dafür halten, ist der Grund für jeden Ehrenmord.


Für die Schariaeinführer ist etwaige Aufregung unverständlich, da sie ja schon seit Jahren genau erklären, welches Ziel sie anstreben:

Auf Anfrage sagte Diyanet-Pressesprecher Necdet Bal, er verstehe die ganze Aufregung nicht – der umstrittene Text sei bereits 2005 auf die Webseite gestellt worden. Zudem sei er zuerst vor 10 Jahren als Buch veröffentlicht worden, von Diyanet – aber vor der Regierungszeit der AKP.


Wer die Türkei noch immer in der EU haben möchte, sollte dies bedenken:

Religion und Staat, so heißt es, seien in der Türkei getrennt. Ganz stimmt das nicht – zwar soll die Religion dem Staat nicht in die Quere kommen, umgekehrt jedoch diktiert der Staat, was Religion zu sein hat. Konkreter Ausdruck dessen ist die Religionsbehörde Diyanet. Ihr sind alle Moscheen des Landes unterstellt, und alle Vorbeter und Imame sind ihre Angestellten. Was muslimisch ist, entscheidet Diyanet.

Solange säkular gesinnte Regierungen an der Macht waren, führte das zu jenem handzahmen "gemäßigten Islam" aus den Wunschträumen westlicher Nahost-Strategen. Nun aber regiert die islamisch geprägte AKP


Die Türkei ist im letzten Jahrzehnt nicht europäischer, sondern rückständig islamischer geworden. Nein zur Türkei in der EU, ja zu einer Volksabstimmung über ihren Beitritt.